Der Arbeitskreis Jugendsozialarbeit der Bundesarbeitsgemeinschaft örtlich regionaler Träger der Jugendsozialarbeit (BAG ÖRT) hat sich zu einer Sitzung bei der Jugendhilfe Köln e.V. in Köln getroffen.

Die BAG ÖRT ist ein bundesweites Netzwerk von Trägern der Jugendsozialarbeit. Sie vertritt deren Interessen auf Bundesebene, fördert den fachlichen Austausch zwischen den Mitgliedsorganisationen und setzt sich für die Weiterentwicklung der Jugendsozialarbeit sowie für bessere Rahmenbedingungen für junge Menschen mit Unterstützungsbedarf ein.

Die Jugendhilfe Köln e.V. ist seit der Gründung der BAG ÖRT im Jahr 1995 Mitglied des Netzwerks. Der Arbeitskreis Jugendsozialarbeit tagt normalerweise in der Geschäftsstelle der BAG ÖRT in Berlin. Das Treffen in Köln bot daher eine besondere Gelegenheit: Die Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Träger konnten nicht nur aktuelle fachliche Themen diskutieren, sondern auch Einblicke in die Arbeit vor Ort gewinnen und die Jugendhilfe Köln besser kennenlernen.

Der persönliche Austausch und der Blick in die Praxis vor Ort stärkten einmal mehr das Netzwerk der BAG ÖRT und die Zusammenarbeit der beteiligten Träger.

Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit hat ein aktuelles Impulspapier zur jugendgerechten Weiterentwicklung von Jugendberufsagenturen (JBA) veröffentlicht. Unter dem Titel „Vorschläge für eine jugendgerechte Weiterentwicklung von Jugendberufsagenturen“ formuliert der Verbund sechs zentrale Empfehlungen, um die Zusammenarbeit der Rechtskreise SGB II, III und VIII stärker an den Bedarfen junger Menschen auszurichten.

Im Mittelpunkt stehen unter anderem:

  • verbindliche Beteiligungsformate für junge Menschen,

  • jugendgerechte analoge und digitale Zugänge,

  • rechtskreisübergreifende, ganzheitliche Förderangebote,

  • eine stärkere Einbindung der Jugendsozialarbeit (§ 13 SGB VIII),

  • bundesweite Mindeststandards sowie

  • ein verbesserter Datenaustausch zwischen den beteiligten Akteuren.

Ziel ist es, Jugendberufsagenturen als verlässliche, niedrigschwellige und qualitativ hochwertige Anlaufstellen im Übergang Schule–Beruf weiterzuentwickeln – insbesondere für junge Menschen in besonderen Lebenslagen.

Das Impulspapier vom 16.02.2026 finden Sie hier zum Download.