Wie erreichen wir junge Menschen, die von Schule, Ausbildung, Beschäftigung und häufig auch von bestehenden Hilfesystemen entkoppelt sind? Mit dieser Frage beschäftigt sich die diesjährige Jahresfachtagung der Bundesarbeitsgemeinschaft örtlich regionaler Träger der Jugendsozialarbeit (BAG ÖRT) am 22. September 2026.

Die Jugendhilfe Köln e.V. ist Gründungsmitglied der BAG ÖRT und seit vielen Jahren eng mit der Arbeit unseres bundesweiten Fachverbandes verbunden.

Im Mittelpunkt der Fachtagung stehen sogenannte NEETs: junge Menschen, die sich weder in Schule, Ausbildung noch in Beschäftigung befinden. Viele von ihnen haben nach dem Ende der Schulpflicht kaum oder keinen Kontakt mehr zu Behörden und Unterstützungsangeboten. Umso wichtiger ist es, Zugänge zu schaffen, Vertrauen aufzubauen und gemeinsam mit den jungen Menschen persönliche, schulische und berufliche Perspektiven zu entwickeln.

Die Jugendsozialarbeit verfügt hierfür über langjährige Erfahrungen und vielfältige Ansätze. Neben Angeboten nach § 13 SGB VIII können beispielsweise auch Instrumente wie § 16h SGB II dazu beitragen, schwer erreichbare junge Menschen wieder an Unterstützungssysteme heranzuführen.

Damit dies gelingt, braucht es eine verlässliche Zusammenarbeit über Rechtskreise, Institutionen und Verwaltungsebenen hinweg. Gleichzeitig erschweren knappe kommunale Haushalte, bürokratische Hürden und teilweise unklare Zuständigkeiten die Entwicklung passgenauer Angebote.

Gemeinsam mit Fachleuten aus Wissenschaft und Praxis möchte die BAG ÖRT auf der Jahresfachtagung deshalb diskutieren, wie entkoppelte junge Menschen besser erreicht werden können – auch über neue und digitale Zugänge. Ebenso geht es um die Frage, welche Auswirkungen aktuelle gesellschaftliche und politische Entwicklungen auf ihre Lebenslagen haben und welche Rahmenbedingungen eine wirksame Jugendsozialarbeit benötigt.

Die Ergebnisse und Impulse der Tagung sind auch für unsere Arbeit bei der Jugendhilfe Köln von großer Bedeutung: Junge Menschen zu erreichen, die den Anschluss an bestehende Strukturen verloren haben, und ihnen neue Perspektiven zu eröffnen, gehört seit vielen Jahren zu den zentralen Aufgaben unserer Arbeit.

Hier finden Sie das Programm der Jahresfachtagung 2026.

Unser Angebot BvB-Pro|Werkstattjahr startet zum 01.09.2026 in ein neues Durchführungsjahr. Derzeit laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren, damit die Teilnehmenden auch im kommenden Projektjahr bestmöglich begleitet und unterstützt werden können.

Im Projekt werden junge Menschen bis 25 Jahre begleitet, die noch keine (Erst-) Ausbildung absolviert haben und auf ihrem beruflichen Weg Unterstützung benötigen. In den Bereichen Handel, Lager, Transport und Logistik sowie Metall- und Maschinenbau können sie praktische Erfahrungen sammeln, ihre Stärken und Talente entdecken und sich beruflich orientieren. Darüber hinaus erhalten die Teilnehmenden praxisnahe Unterstützung bei der Vorbereitung auf ihren Schulabschluss sowie Hilfestellung bei psychosozialen Problemlagen. Hier finden Sie bei Interesse weitere Infos zum Projekt.

Wir freuen uns auf den Start und auf ein weiteres erfolgreiches Jahr!

Unsere Kompetenzagentur zieht zur Jahresmitte eine erfreuliche Zwischenbilanz. Im ersten Halbjahr konnten für viele Teilnehmende passende Anschlussperspektiven geschaffen werden, insbesondere Angebote, die ihre Ausbildungsreife gezielt fördern. Dadurch verbessern sich ihre Chancen auf einen erfolgreichen Einstieg in eine Ausbildung nachhaltig. Die Kompetenzagentur leistet somit einen wichtigen Beitrag dazu, junge Menschen langfristig auf ihrem Weg in eine berufliche Zukunft zu begleiten und ihre Ausbildungschancen deutlich zu stärken.

Die Kompetenzagentur bietet unter anderem Beratung und Unterstützung bei der Ausbildungs- und Arbeitsplatzsuche, Berufsorientierung und Schulabschlüssen sowie zu Themen wie Schulden, Straffälligkeit oder Suchtproblematiken für junge Menschen bis 27 Jahre.

Weitere Infos zum Projekt finden Sie hier.

Anlässlich unseres 50-jährigen Jubiläums laden wir herzlich dazu ein, die Geschichte der Jugendhilfe Köln e.V. neu zu entdecken.

Seit der Gründung im Jahr 1976 hat sich unser Verein stetig weiterentwickelt. Aus den ersten Angeboten für junge Menschen ist über fünf Jahrzehnte ein vielfältiger Träger mit zahlreichen Arbeitsfeldern, Projekten und Einrichtungen entstanden. Dabei standen immer die Menschen im Mittelpunkt – mit dem Ziel, Perspektiven zu schaffen, Teilhabe zu ermöglichen und gemeinsam Zukunft zu gestalten.

Unsere neue Online-Chronik nimmt Sie mit auf eine Reise durch diese bewegte Geschichte. In einer übersichtlichen Zeitleiste werden wichtige Meilensteine, besondere Ereignisse und prägende Entwicklungen aus 50 Jahren Jugendhilfe Köln e.V. vorgestellt. Natürlich kann diese Chronik nur einen Ausschnitt aus 50 Jahren Vereinsgeschichte zeigen. Viele weitere Menschen, Projekte und Ereignisse haben die Entwicklung der Jugendhilfe Köln e.V. mitgeprägt und ihre Geschichte geschrieben.

Ob langjährige Wegbegleiterinnen und Wegbegleiter, ehemalige Mitarbeitende oder Menschen, die unsere Arbeit heute kennenlernen möchten – die Chronik bietet spannende Einblicke in die Vergangenheit und zeigt zugleich, wie unsere Geschichte die Zukunft prägt.

Wir wünschen viel Freude beim Entdecken unserer Chronik und bedanken uns bei allen, die die Jugendhilfe Köln e.V. in den vergangenen 50 Jahren begleitet und mitgestaltet haben.

→ Zur Chronik der Jugendhilfe Köln e.V.

An der Jugendwerkstatt Ehrenfeld entsteht derzeit ein ganz besonderes Kunstprojekt: Die Fassade des Gebäudes wird gemeinsam mit den Jugendlichen Schritt für Schritt neu gestaltet. Das Werk befindet sich aktuell noch im Entstehungsprozess – das gezeigte Foto vermittelt daher einen Eindruck von den laufenden Arbeiten.

Nachdem ein Graffiti-Projekt im vergangenen Jahr bei den Jugendlichen auf große Begeisterung gestoßen war, entstand der Wunsch, die eigene Kreativität dauerhaft sichtbar zu machen und die Jugendwerkstatt auch nach außen hin künstlerisch zu präsentieren.

Für die Umsetzung konnte erneut der Kölner Künstler Milosz Zmiejewski vom Verein Colorrevolution e. V. gewonnen werden. Mit viel Engagement begleitet er die Jugendlichen bei der Gestaltung und motiviert sie auch unter den derzeit außergewöhnlich hohen Temperaturen. Gleichzeitig erleben alle Beteiligten, wie viel Ausdauer, Teamarbeit und körperlicher Einsatz erforderlich sind, um ein Kunstwerk in diesem großen Format entstehen zu lassen.

Wir freuen uns schon darauf, das fertige Ergebnis in den kommenden Wochen präsentieren zu können.

Das Projekt wird vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) mit Mitteln des Kinder- und Jugendförderplans des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

Die Jugendhilfe Köln e.V. ist nun mit einigen Projekten und Angeboten in dem Familienportal guterstart.koeln der Stadt Köln vertreten.

Das Portal dient dazu, schnell und einfach passende Angebote zu vielfältigen Themen in Köln zu finden. Diese sind breit gefächtert und reichen u.a. von gesundheitlichen Themen über Berufsorientierung, Erziehung und Erwachsenwerden bis hin zu Freizeitangeboten. Die JHK präsentiert dort z.B. die Kölner Jugendlotsen, die Kompetenzagentur, die BvB-Pro und auch unsere Jugendwerkstätten. Wenn jemand Beratung und Untersützung bei berufsorientierenden Themen sucht, findet er:sie auf der Plattform schnell unsere Angebote und kann unkompliziert Kontakt aufnehmen.

Bei weiterem Interesse finden Sie hier den Zugang zur Plattform.

Am Samstag, den 13. Juni 2026, ist von 11:00 bis 16:00 Uhr die Freiluft- und Gartenarbeitsschule (Freiluga) zum Tag der offenen Tür geöffnet. Der Eintritt ist frei!

An diesem Tag sind alle interessierten Personen (Kinder, Jugendliche, Eltern, Lehrkräfte, Familien, …) eingeladen, die – sonst nicht öffentlich zugängliche – Freiluga und das Schulbiologische Zentrum zu besuchen und kennenzulernen.

Anreise:
Da es keine Parkplätze auf dem Gelände gibt, wird die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad empfohlen. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad ist der Weg über die orangefarbene „Triotop-Brücke“ vom Girlitzweg aus am attraktivsten. Schön ist auch der Weg durch den Grüngürtel „Walter-Binder-Weg“ von der Haltestelle „Rheinenergie Stadion“ aus.

Adresse:
Städtische Freiluft- und Gartenarbeitsschule (Freiluga)
Belvederestraße 159
50933 Köln (Müngersdorf)

Mehr Infos:

Für unser geplantes Café ZusammenSpiel, einen Ort der Begegnung, des sozialen Austauschs und der Vorbeugung von Einsamkeit, arbeiten wir mit der Bethe-Stiftung zusammen.

Anfang der Woche besuchte uns Herr Dr. Martin Hamburger in seiner Funktion als Vorstandsmitglied der Bethe-Stiftung zu einem sehr anregenden Austausch in den Räumlichkeiten des geplanten Spielecafés. Dabei konnten wir unsere Arbeit und die Ideen für das Café ausführlich vorstellen und gemeinsam über die nächsten Schritte sprechen. Der Besuch war für uns sehr bereichernd und hat uns in unserem Vorhaben zusätzlich bestärkt und inspiriert.

Die Bethe-Stiftung unterstützt unser Projekt in besonderer Weise, indem sie jede Spende für das Café verdoppelt und damit einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung leistet. Wenn auch Sie spenden möchten, finden Sie hier weitere Infos.

Wir freuen uns sehr über die vertrauensvolle Zusammenarbeit und blicken mit großer Zuversicht auf den erfolgreichen Start unseres Spielecafés!

 

Das Projekt Café Zusammenspiel steht für Begegnung, Austausch und Gemeinschaft in Köln. Hier entsteht ein offener Ort, an dem sich Menschen jeden Alters willkommen fühlen – unabhängig von ihrer Lebenssituation.

Um diesen besonderen Treffpunkt aufzubauen, ist jetzt eine Spendenkampagne gestartet. Das Besondere: Dank der Unterstützung der Bethe-Stiftung wird jede Spende bis zu einem festgelegten Betrag verdoppelt. Jeder Beitrag hat somit eine doppelte Wirkung.

Mit Ihrer Unterstützung helfen Sie dabei, einen Raum gegen Einsamkeit zu schaffen – einen Ort, an dem Gespräche entstehen, Beziehungen wachsen und Gemeinschaft gelebt wird.

Machen Sie mit und unterstützen Sie das Café Zusammenspiel!
Zur Spendenaktion:
https://www.jugendhilfe-koeln.de/cafe-zusammenspiel-spendenaktion/


Demokratie, Menschenrechte und Respekt sind zentrale Grundlagen sozialer Arbeit. Gleichzeitig erleben Fachkräfte aktuell verstärkt, dass diese Werte in Frage gestellt werden. In einer Zeit wachsender Polarisierung braucht es deshalb klare Fundamente, die Haltung ermöglichen und professionelles Handeln absichern.

Mit der neuen Handreichung „Fundamente – Haltung, Auftrag und Verantwortung“ möchten Jugendhilfe Köln e.V., Jugendzentren Köln gGmbH und KölnKitas gGmbH Mitarbeitende und Fachkräfte unterstützen. Die Veröffentlichung bietet Orientierung in unsicheren Zeiten und macht deutlich, welche Handlungsspielräume, Schutzfaktoren und Ressourcen zur Verfügung stehen.

Die Handreichung beleuchtet zentrale rechtliche Grundlagen, pädagogische Praxis, digitale Schutzfaktoren sowie Netzwerke und Rückhalt. Sie macht klar: Soziale Arbeit darf und muss Haltung zeigen. Demokratie, Menschenrechte und ein diskriminierungsfreier Raum sind keine politischen Meinungen, sondern Fundament unseres gesetzlichen und fachlichen Auftrags.

Die Handreichung steht hier zum download bereit.