Demokratie, Menschenrechte und Respekt sind zentrale Grundlagen sozialer Arbeit. Gleichzeitig erleben Fachkräfte aktuell verstärkt, dass diese Werte in Frage gestellt werden. In einer Zeit wachsender Polarisierung braucht es deshalb klare Fundamente, die Haltung ermöglichen und professionelles Handeln absichern.

Mit der neuen Handreichung „Fundamente – Haltung, Auftrag und Verantwortung“ möchten Jugendhilfe Köln e.V., Jugendzentren Köln gGmbH und KölnKitas gGmbH Mitarbeitende und Fachkräfte unterstützen. Die Veröffentlichung bietet Orientierung in unsicheren Zeiten und macht deutlich, welche Handlungsspielräume, Schutzfaktoren und Ressourcen zur Verfügung stehen.

Die Handreichung beleuchtet zentrale rechtliche Grundlagen, pädagogische Praxis, digitale Schutzfaktoren sowie Netzwerke und Rückhalt. Sie macht klar: Soziale Arbeit darf und muss Haltung zeigen. Demokratie, Menschenrechte und ein diskriminierungsfreier Raum sind keine politischen Meinungen, sondern Fundament unseres gesetzlichen und fachlichen Auftrags.

Die Handreichung steht hier zum download bereit.

Die Jugendhilfe Köln e.V. feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum. Seit der Gründung im April 1976 hat sich viel bewegt: Bereits im September desselben Jahres wurde die erste Jugendwerkstatt in der Marienstraße in Köln-Ehrenfeld eröffnet. Damals startete die JHK mit 6 Fachkräften und 24 Jugendlichen.

In den vergangenen fünf Jahrzehnten hat sich der Verein kontinuierlich weiterentwickelt. Die Zahl der Mitarbeitenden ist gewachsen, ebenso die Vielfalt an Programmen und Projekten. Im Laufe der Zeit konnten so zahlreiche Jugendliche, junge Erwachsene und später auch erwachsene Menschen erreicht und begleitet werden.

Wichtige Meilensteine waren unter anderem die Gründung der ersten Tochtergesellschaft, der KölnKitas gGmbH, im Jahr 1994. Im selben Jahr wurde zudem die denkmalgeschützte Geschäftsstelle in der Christianstraße 82 bezogen. 1998 folgte mit der Jugendzentren Köln gGmbH eine weitere Tochtergesellschaft.

Heute stehen vielfältige Angebote zur Verfügung: von (Berufs-)Orientierung über Beratung und Begleitung bis hin zu Qualifizierung, Beschäftigung und Vermittlung. Damit leistet die Jugendhilfe Köln e.V. seit 50 Jahren einen wichtigen Beitrag für Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen.

Das Jubiläumsjahr bietet Anlass, zurückzublicken, aber auch nach vorne zu schauen.
Sobald die Planungen für die Feierlichkeiten abgeschlossen sind, informieren wir an dieser Stelle über weitere Details.

Foto: mit freundlicher Genehmigung des Stadtkonservators Stadt Köln

Der Arbeitskreis Jugendsozialarbeit der Bundesarbeitsgemeinschaft örtlich regionaler Träger der Jugendsozialarbeit (BAG ÖRT) hat sich zu einer Sitzung bei der Jugendhilfe Köln e.V. in Köln getroffen.

Die BAG ÖRT ist ein bundesweites Netzwerk von Trägern der Jugendsozialarbeit. Sie vertritt deren Interessen auf Bundesebene, fördert den fachlichen Austausch zwischen den Mitgliedsorganisationen und setzt sich für die Weiterentwicklung der Jugendsozialarbeit sowie für bessere Rahmenbedingungen für junge Menschen mit Unterstützungsbedarf ein.

Die Jugendhilfe Köln e.V. ist seit der Gründung der BAG ÖRT im Jahr 1995 Mitglied des Netzwerks. Der Arbeitskreis Jugendsozialarbeit tagt normalerweise in der Geschäftsstelle der BAG ÖRT in Berlin. Das Treffen in Köln bot daher eine besondere Gelegenheit: Die Vertreterinnen und Vertreter der verschiedenen Träger konnten nicht nur aktuelle fachliche Themen diskutieren, sondern auch Einblicke in die Arbeit vor Ort gewinnen und die Jugendhilfe Köln besser kennenlernen.

Der persönliche Austausch und der Blick in die Praxis vor Ort stärkten einmal mehr das Netzwerk der BAG ÖRT und die Zusammenarbeit der beteiligten Träger.

Der Kooperationsverbund Jugendsozialarbeit hat ein aktuelles Impulspapier zur jugendgerechten Weiterentwicklung von Jugendberufsagenturen (JBA) veröffentlicht. Unter dem Titel „Vorschläge für eine jugendgerechte Weiterentwicklung von Jugendberufsagenturen“ formuliert der Verbund sechs zentrale Empfehlungen, um die Zusammenarbeit der Rechtskreise SGB II, III und VIII stärker an den Bedarfen junger Menschen auszurichten.

Im Mittelpunkt stehen unter anderem:

  • verbindliche Beteiligungsformate für junge Menschen,

  • jugendgerechte analoge und digitale Zugänge,

  • rechtskreisübergreifende, ganzheitliche Förderangebote,

  • eine stärkere Einbindung der Jugendsozialarbeit (§ 13 SGB VIII),

  • bundesweite Mindeststandards sowie

  • ein verbesserter Datenaustausch zwischen den beteiligten Akteuren.

Ziel ist es, Jugendberufsagenturen als verlässliche, niedrigschwellige und qualitativ hochwertige Anlaufstellen im Übergang Schule–Beruf weiterzuentwickeln – insbesondere für junge Menschen in besonderen Lebenslagen.

Das Impulspapier vom 16.02.2026 finden Sie hier zum Download.

Die Angebote der Jugendberufshilfe in Köln sind vielfältig und werden von unterschiedlichen Trägern gestaltet und umgesetzt. Finanziert werden sie durch kommunale Mittel der Stadt Köln, durch das Land Nordrhein-Westfalen sowie durch Dritt- und Eigenmittel der beteiligten Träger.

Nach den Kommunalwahlen im September 2025 wurden zahlreiche Ämter und Gremien in Köln neu besetzt. Um den neuen Amtsträgerinnen und Amtsträgern einen Einblick in die Arbeit der Jugendberufshilfe zu ermöglichen und deren Bedeutung sichtbar zu machen, haben sich mehrere Träger zusammengeschlossen und gemeinsam einen Film produziert.

Der Film wurde am 27. Januar 2026 im Jugendhilfeausschuss der Stadt Köln erstmals öffentlich vorgestellt – eingebettet in eine Präsentation der beteiligten Träger. Unsere Geschäftsführerin Almut Gross stellte gemeinsam mit Stephan Schwarzer, Geschäftsführer von EigenArt e.V., die Arbeit der Jugendberufshilfe vor. Neben dem Film wurden dabei insbesondere die Wirkweisen, Ziele und Ergebnisse der Angebote erläutert.

Rechtliche Grundlage aller Angebote der Jugendberufshilfe ist § 13 SGB VIII. Ziel ist die schulische, berufliche und soziale Integration junger Menschen – mit dem Anspruch, ihre gesellschaftliche Teilhabe zu stärken und sie nachhaltig in Ausbildung und Arbeit zu integrieren. Die Träger begleiten junge Menschen an wichtigen Schnittstellen ihres Lebens, insbesondere im Übergang von der Schule in den Beruf.

Alle Angebote der Jugendberufshilfe sind freiwillig, ressourcenorientiert und partizipativ angelegt. Sie unterstützen junge Menschen dabei, ihren eigenen Weg ins Erwachsensein zu finden und aktiv zu gestalten.

Unter dem Motto „Sechs Träger, ein gemeinsames Werteverständnis“ trafen sich am 29. Januar die beteiligten Träger (eva-gGmbH, Internationaler Bund – IB West gGmbH, JobProfil/BTZ, Jugendhilfe Köln e.V., Zug um Zug und natürlich KKB gGmbH) zu einer inspirierenden Veranstaltung rund um ihre neue Werte-Charta. In anregenden Gesprächen und gemeinsamen Reflexionen wurde deutlich, wie wichtig ein verbindendes Wertefundament für die tägliche Arbeit und die zukünftige Zusammenarbeit ist. Die Veranstaltung setzte starke Impulse für die gemeinsamen Projekte und stärkte das Miteinander über Trägergrenzen hinweg.

Im Rahmen unserer BvB-Pro fand ein besonderes Kunst- und Umweltprojekt statt. Die Teilnehmenden besuchten die Rheinkrake in Köln sowie die Müllhalde an der Zoobrücke und setzten sich dabei intensiv mit dem Thema Müll und Umweltschutz auseinander. Das Projekt „Rheinkrake“, das Müll aus dem Rhein sammelt, vermittelte den Teilnehmenden auf anschauliche Weise ein Bewusstsein für einen verantwortungsvollen Umgang mit Abfällen.

Anknüpfend an diese Eindrücke wurden im Rahmen eines kreativen Kunstprojekts aus Haushaltsmüll fantasievolle Tierfiguren entworfen und gestaltet. Die aufwendig gearbeiteten Kunstwerke können derzeit im Eingangsbereich der Geschäftsstelle der Jugendhilfe Köln e.V. bestaunt werden.

Wir danken den Teilnehmenden der BvB-Pro herzlich für ihre kreativen Ideen und die gelungene Umsetzung dieses Projekts!

Vom 16.-22.01.2026 findet im Rahmen der Interior Design Week PASSAGEN wieder die Designers Fair in der Pattenhalle der Jugendhilfe Köln statt. Auf der internationalen Ausstellungsplattform präsentieren über 30 internationale Designer*innen mit „Up-and-coming-Status“ ihre Produkte und Entwürfe. Am 22.01.2026 findet außerdem zum ersten mal ein Symposium – eine themenspezifische Fachkonferenz –  statt. Die Designers Fair ermöglicht jungen freien Designer*innen eine Werkschau und bietet dem breiten Publikum sowie Fachbesucher*innen die Möglichkeit, an einem zentralen Ort spannendes Design jenseits des Mainstreams zu entdecken.

Jugendhilfe Köln e.V., Pattenhalle Ehrenfeld, Christianstr. 82, 50825 Köln

Mehr unter: http://www.voggenreiter.com/ (Veranstalterin)

An Heiligabend haben engagierte Mitarbeitende aus unserem Haus – die ihre Zeit und Energie ehrenamtlich geschenkt haben – in unserem Hofcafé ein festliches Abendessen ausgerichtet. 16 Menschen, die den 24. Dezember sonst allein verbracht hätten, konnten gemeinsam lachen, essen und den Abend in guter Gesellschaft genießen.

Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten!
Euer Einsatz zeigt, wie wirksam gemeinsames Handeln gegen Einsamkeit sein kann – und wie viel Freude entsteht, wenn wir füreinander da sind.

Zum Jahresende möchten wir uns herzlich bei allen bedanken, die uns auch 2025 begleitet haben.

Unser Dank gilt allen Mitarbeitenden, Teilnehmenden, Wegbegleitenden, Kooperationsartnern und Freunden, die mit ihrem Engagement, ihrer Unterstützung und ihrem Vertrauen dazu beigetragen haben, dass wir in diesem Jahr gemeinsam so viel bewegen konnten.

Wir wünschen Ihnen und euch eine besinnliche Weihnachtszeit, erholsame Tage im Kreise der Liebsten und einen zuversichtlichen, glücklichen Start in das neue Jahr 2026. Auf ein neues Jahr, das Gesundheit, Erfolg, inspirierende Begegnungen und viele schöne Momente bereithält.

Vielen Dank für die wertvolle Zusammenarbeit – wir freuen uns auf das kommende Jahr!